Die Gefahren bei Alkoholkonsum während der Schwangerschaft

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist eine der hauptsächlichen Ursachen für Fehlentwicklungen beim Embryo und später auftretenden Fehlbildungen beim Kind. Bislang ist nicht erwiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der von der Mutter konsumierten Alkoholmenge und der Art und Schwere der Schädigung gibt. Die Wissenschaftler und Mediziner gehen davon aus, dass bei jedem Menschen eine ganz individuelle Empfindlichkeit vorliegt. Deshalb sollten Schwangere Alkohol generell meiden.

Alkohol kommt direkt bei dem Kind an

Alkohol und dessen Abbauprodukte, so wie sie in Bier, Wein und Spirituosen vorkommen, gelangen über den Mutterkuchen direkt und ungefiltert zum Embryo und schädigen dessen Zellen. Besonders empfindlich sind die sich entwickelnden Organe in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen. Leber, Nieren und alle anderen für den Alkoholabbau zuständigen Organe sind noch nicht vollständig ausgebildet und haben somit keinerlei Schutzfunktion gegenüber den Zellgiften. Besonders schädigend wirkt sich der Konsum hochprozentiger Getränke oder regelmäßiges Trinken aus. Bereits der tägliche Genuss von einem Viertel Liter Wein, egal ob Silvaner, Rivaner, Riesling, Burgunder oder zwei Gläsern Bier, sind erwiesenermaßen gefährlich für das Ungeborene. Die Folgen für das Kind bei Alkoholgenuss durch die Mutter während der Schwangerschaft, können sehr unterschiedlich sein. Sie reichen von körperlichen Schädigungen, wie Organfehlbildungen, Minderwuchs oder zu kleinem Kopf, über geistige Entwicklungsstörungen bis zur Beeinträchtigung der seelischen und sozialen Entwicklung.

Wer Schädigungen durch Alkohol konsequent vermeiden möchte, sollte am besten schon einige Zeit vor Beginn einer Schwangerschaft vollständig darauf verzichten. Besser wird das gelingen, wenn auch der werdende Vater auf alkoholische Getränke weitgehend verzichtet. Und auch während der gesamten Stillzeit ist Enthaltsamkeit dringend angeraten, denn Alkohol geht über die Muttermilch direkt auf das Baby über.